Jahresthemen

Um die Arbeit an den drei Forschungsperspektiven des Kollegs besser miteinander zu verzahnen, bündeln wir die Kollegarbeit im zeitlichen Ablauf der ersten Förderphase in vier Jahresthemen.
Im akademischen Jahr 2021/22 geht es zunächst um „Ausnahme und Vielfalt“. Hier diskutieren wir die methodische, aber auch anhand von Quellen zu prüfende Frage, inwieweit das Verhältnis von Einheit und Vielfalt dieselbe oder eine ähnliche Grenzlinie markiert wie das Verhältnis zwischen Regel und Ausnahme.
2022/23 werden wir uns unter dem Oberthema „Formen der Vereinheitlichung“ aus der Beobachterperspektive mit historischen und modernen Beispielen der Vereinheitlichung beschäftigen, mit denen man in verschiedenen gesellschaftlichen Konstellationen Vielfalt und Zersplitterung normativer Ordnungen zu überwinden suchte.

2023/24 drehen wir den Spieß um und fragen unter dem Thema „Ursachen für Vielfalt“, warum Vereinheitlichungen häufig scheitern oder an ihre Grenzen stoßen und welche Gründe für die Kleinteiligkeit von Recht in räumlicher, personaler und zeitlicher Hinsicht in Frage kommen.

2024/25 sollen mit den Leitfragen nach „Dynamik und Stabilität“ insbesondere außerrechtliche Faktoren der Rechtsbildung und -veränderung beleuchtet werden. Im Zentrum stehen dabei vor allem die Homogenität bzw. Diversität des gesellschaftlichen Zusammenlebens, Mobilität, Glaubenseinheit oder -mehrheit und anderes mehr. Von hier aus lädt der historisch-rechtshistorische Zugriff die Nachbarwissenschaften zum Dialog ein.
Neben den Jahresthemen wird aber auch stets Raum für ungewöhnliche Blicke und neue Impulse bleiben. Dem entsprechend sind uns auch Fellowprojekte willkommen, die aus dem Rahmen fallen.