Das Kolleg

Hier finden Sie aktuelle Mitteilungen des Kollegs sowie Hinweise zu laufenden Ausschreibungen.

Einheit und Vielfalt im Recht

Das Käte Hamburger Kolleg „Einheit und Vielfalt im Recht“ (EViR) untersucht aus genuin historischer Perspektive Phänomene der ungelösten Gleichzeitigkeit von Einheit und Vielfalt im Recht. Rechtsvielfalt, so unsere Annahme, ist nicht als Übergangsphänomen, sondern als ein überzeitliches und überregionales Strukturmerkmal des Rechts schlechthin zu begreifen. Zugleich lassen sich in allen Kulturen und zu allen Zeiten verschiedene Tendenzen zur Vereinheitlichung von Recht finden. Diese spannungsreiche Dynamik von Einheit und Vielfalt gilt es wissenschaftlich neu zu vermessen. Das Kolleg eröffnet damit ungewohnte Einsichten für das grundlegende Verständnis von Recht und Gesellschaft im Allgemeinen und von (rechtlichen) Umgangsweisen mit Formen kultureller Diversität im Besonderen.

Unser vollständiges Forschungsprogramm finden Sie hier.

Käte Hamburger Kolleg

„EViR“ wird als Käte Hamburger Kolleg seit 2021 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Getragen von der Idee, Freiräume für die geisteswissenschaftliche Forschung zu schaffen, zielen die Kollegs auf international sichtbare Schwerpunktbildung, Vernetzung und Interdisziplinarität sowie den Wissenstransfer in die Gesellschaft.

Jedes Jahr laden wir rund 10 bis 15 Fellows aus aller Welt mit ihren Projekten nach Münster ein. Die Ausschreibungen für die Fellowships erfolgen zweimal jährlich.

Hier finden Sie eine Übersicht über alle Fellows sowie Informationen über die festen Mitarbeiter und den wissenschaftlichen Beirat.

Interdisziplinarität

Als gemeinsamer Forschungs- und Diskussionsraum bringt das Kolleg (Rechts-)Historikerinnen und -historiker, aber auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des geltenden Rechts, der Ethnologie und Soziologie, der Theologien und Literaturwissenschaften sowie der Judaistik und Islamwissenschaften miteinander ins Gespräch. Es bietet Freiräume für die Arbeit an den eigenen Projekten und ist zugleich ein Ort für überraschende Begegnungen über Fächergrenzen hinweg. Beides ist wichtig, um in einer anregenden Atmosphäre neue Ideen entstehen zu lassen.

Die thematische Bandbreite der Forschungsprojekte reicht von Fragen des antiken Handelsrechts über die königliche Gnadenpraxis im spätmittelalterlichen Frankreich und Rechtsvielfalt in Zonen kolonialen Kulturkontakts bis hin zu Phänomenen des Forum Shoppings im heutigen Wirtschaftsrecht. Grundsätzlich zeichnet sich das Kolleg durch Fächer- und Methodenpluralität aus und leistet damit einen Beitrag zur Verständigung innerhalb der Geisteswissenschaften.